Feuerwehr Besenfeld bei der Verbundübung in Baiersbronn – Feuerwehren üben den Ernstfall

Mehr als sechzig Feuerwehrangehörige, darunter elf Mitglieder der Feuerwehr Besenfeld, nahmen an der Verbundübung der Gesamtfeuerwehr Baiersbronn am vergangenen Samstagnachmittag teil. Eine fast hundert Meter lange Ölsperre am Stauwehr Rauhfelsen in der Murg wurde errichtet. Sieben Feuerwehrfahrzeuge waren bei der Übung im Einsatz.

An der jährlichen Verbundübung der Feuerwehren in der Gemeinde Baiersbronn unter Leitung des Gesamtkommandanten Martin Frey nahmen die Feuerwehren aus Besenfeld, Obertal, Klosterreichenbach, Tonbach und Baiersbronn mit über sechzig Feuerwehrangehörigen teil. Bei der Übung ging man davon aus, dass bei Bauarbeiten in einem Waldstück die unterirdisch verlaufende Nato-Pipeline beschädigt wurde und dadurch Kerosin in das Erdreich floss. Durch die verzweigten Bachläufe gelangte das Kerosin sehr schnell in die Murg.

Um 15.00 Uhr wurden die beteiligten Feuerwehren einzeln alarmiert. Die Gesamtkoordination der Verbundübung übernahm die Führungsgruppe der Baiersbronner Feuerwehr unter Leitung von Martin Frey. Die Abteilungen aus Klosterreichenbach, Obertal und Tonbach übernahmen den Aufbau der Ölsperre. Die routinemäßigen Handgriffe beim Aufbau der Ölsperre saßen: Sehr schnell konnte die fast hundert Meter lange Sperre mittels Schlauchbooten ins Wasser gelassen werden. Auf der gegenüber liegenden Seite positionierten sich die Abteilungen aus Besenfeld und Baiersbronn, die die Auffangbecken, die je 30000 Liter fassen können,  in Stellung brachten.

Tevion DC-14

Nachdem die Sperre erfolgreich gelegt war, wurde von der anderen Murgseite der Skimmer ins Wasser gelassen: eine Absaugvorrichtung mit der das Kerosin-Wasser-Gemisch von der Wasseroberfläche abgesaugt und in die aufgebauten Auffangbecken gepumpt wurde.

Diese Übungen sind sehr wichtig, um das Zusammenspiel mehrerer Abteilungen zu optimieren und etwa Schwachstellen in der Kommunikation herauszufinden, damit bei größeren Einsätzen mit mehreren Abteilungen die Zusammenarbeit klappt. Die Teilnahme der Feuerwehr Besenfeld bei der Übung zeigt auch,  dass Übungen gemeindeübergreifend stattfinden und gut zusammengearbeitet wird, so Martin Frey ergänzend.

Das schöne Wetter nutzten viele Bürger der Gemeinde Baiersbronn, um der Feuerwehr über die Schulter zu schauen. Bürgermeister Michael Ruf ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Schlagkraft seiner Feuerwehr in Augenschein zu nehmen. Er wurde über den Führungsstab über die einzelnen Schritte informiert.

Bei der Schlussbesprechung dankte Gesamtkommandant Martin Frey allen Feuerwehrangehörigen für den reibungslosen Ablauf. Ebenso danke Frey dem Kommandanten aus Tonbach, Jörg Burkhardt, und dem stellv. Abteilungskommandanten von Klosterreichenbach, Volker Kallfass, für die Koordinierung der Ölsperre. Dem Kommandanten aus Besenfeld, Peter Hartmann den Besenfelder Gruppenführer Martin Waidelich, sowie dem Abteilungskommandanten von Baiersbronn, Hermann Eberhard und dem Baiersbronner Gruppenführer Sven Höhn danke er für die Koordination des Aufbaus der beiden Auffangbecken auf der gegenüberliegenden Murgseite, sowie dem gesamten Führungsteam der Baiersbronner Feuerwehr, mit dem Abteilungskommandanten von Obertal, Hermann Köhler.

Die Übung zeigte, dass man mit guter Ausrüstung und geschulten Feuerwehrmännern und -frauen eine solche Verbundübung durchführen kann, so Martin Frey abschießend.