Mitglieder der Alterswehren im Landkreis Freudenstadt trafen sich in Seewald

Am vergangenen Samstag fand das 6. Kreistreffen der Altersfeuerwehren und des Kameradschaftsbundes im Landkreis Freudenstadt in der Seewaldhalle in Besenfeld statt. Kreisobmann Hans Dettling begrüßte die rund 130 Teilnehmer aus dem Landkreis Freudenstadt, darunter den Verbandsvorsitzenden Maik Zinser, Bürgermeister Gerhard Müller, Vertreter der Alterswehren aus Rottweil und Calw, die Kommandantin der Feuerwehr Seewald, Ingrid Züfle, und den Ministerialdirektor aus dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, Julian Würtenberger. Der örtliche Landtagsabgeordnete Norbert Beck entschuldigte sich, da er bei einer anderen Veranstaltung terminlich gebunden sei, sicherte aber den Mitgliedern der Alterswehren im Landkreis Freudenstadt zu, an einem der nächsten Treffen teilzunehmen.

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Die anwesenden Teilnehmer gedachten der verstorbenen Mitglieder in den Alterswehren. Derzeit sind 464 Mitglieder in den Alterswehren im Landkreis Freudenstadt engagiert. In 15 Gemeinden gibt es Alterswehren, die auf 41 Abteilungen verteilt sind. 37 Mitglieder kamen neu hinzu und 12 Mitglieder sind ausgetreten oder verstorben. Zur Statistik ergänzend, im Landkreis Freudenstadt gibt es 70 Abteilungen mit insgesamt über 2.000 Feuerwehrangehörigen und 590 Mitgliedern in den Jugendfeuerwehren. Der Kameradschaftsbund mit 65 Mitgliedern feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen, das im Dezember dieses Jahres beim alljährlichen Adventstreffen gebührend gefeiert wird.

Kreisobmann Dettling berichtete von über 20 Terminen, bei der er die Altersfeuerwehren vertreten habe. Auch wenn aktive Mitglieder aufgrund von Krankheit oder der Erreichung der Altersgrenze von 65 Jahren keinen aktiven Dienst mehr übernehmen können, würden sie als wichtige Ratgeber auch weiterhin gebraucht, so sein Apell. Die Aufgaben der Mitglieder der Alterswehren sind vielschichtig und sehr gefragt, bei der Brandschutzaufklärung oder bei der Schulung für jüngere Feuerwehrkameraden.

In seinem Grußwort überbrachte der Verbandsvorsitzender Maik Zinser die Grüße des Verbandes. Darüber hinaus berichtete er über die Arbeit des Verbandes. So soll im kommenden Jahr ein Aktionstag am 9. September 2017 stattfinden. Im Beisein von Ministerialdirektor Julian Würtenberger hatte der Verbandsvorsitzende einen besonderen Wunsch an die Landespolitik, dass die Einnahmen der Feuerschutzsteuer auch zukünftig komplett den Feuerwehren im Land zur Verfügung gestellt werden und bei den derzeitigen Haushaltsberatungen von Kürzungen, verschont bleiben. Die Kürzung der Einnahmen der Feuerschutzsteuer wurde in der Vergangenheit unter Grün/Rot schon praktiziert, zumal durch die Fertigstellung der Feuerwehrschule in Bruchsal zukünftig 6 Mio. Euro zu Verfügung stehen. Zum Schluss danke der Verbandsvorsitzende Zinser dem Kreisobmann Hans Dettling auch im Namen des verhinderten Kreisbrandmeisters Frank Jahraus für seinen unermüdlichen Einsatz für die Alterswehren im Landkreis Freudenstadt.

begruessungKommandantin Ingrid Züfle stellte die Feuerwehr Seewald vor und skizzierte einige Großschadensereignisse der letzten Jahre. Die Feuerwehr Seewald sei sehr stolz auf die Arbeit der Alterswehr in Seewald und danke dem Vorsitzenden Thomas Frey und seinem Stellvertreter Heinz Seeger für ihre Arbeit und das Engagement in den Feuerwehrabteilungen, so die Kommandantin abschließend.

Bürgermeister Gerhard Müller überbrachte die Grüße des Gemeinderates und der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Seewald und nutzte die Gelegenheit die Gemeinde Seewald den Alterswehren im Landkreis Freudenstadt vorzustellen.

Ministerialdirektor Julian Würtenberger nutzte seinen Vortrag, um die Grüße des Ministers Thomas Strobl und des Staatssekretärs Martin Jäger zu übermitteln. Das Aufgabenspektrum der Feuerwehren hat sich in den letzten Jahren verändert, neue Gefahren sind hinzugekommen und dadurch auch eine Spezialisierung der Aufgaben. Er berichte von der Anschaffung eines Wechselladers in seiner Heimatgemeinde Gültstein bei Herrenberg. Die Feuerwehr ist im Wandel und die Fahrzeuge der Feuerwehren müssen immer mehr multifunktionaler einsetzbar sein. In seinem Vortrag appellierte er auch an den Nachwuchs ob männlich oder weiblich, die Zeit der großen Auswahl ist vorbei. Viele Jugendliche engagieren sich auch in ihrer Freizeit ehrenamtlich und dadurch wird die zur Verfügung stehende Zeit immer knapper. Darüber hinaus sollten diejenigen, die sich für andere einsetzen, Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei, auch die Solidarität und die Unterstützung der Gemeinschaft erfahren. Als Negativ-Beispiele nannte er die steigende Zahl von Diebstählen bei der Rettungsausrüstung oder die Behinderung von Einsätzen, bis hin zu Beleidigungen.

Bei den Altersfeuerwehren im Land werden Werte gelebt und dieses Wertefundament sollte auch weitergegeben werden und dazu gehöre auch die Kameradschaft, so der Ministerialdirektor. Baden-Württemberg ist das Ehrenamtsland Nummer eins in Deutschland und dies auch dank einer aktiven ehrenamtlichen Feuerwehr mit Frauen und Männern.

teilnehmerDie Einnahmen der Feuerschutzsteuer wird nach Schätzungen von Würtenberger im kommenden Jahr auf 58 Millionen steigen. Aber es gibt in den Feuerwehren auch einen großen Nachholbedarf- und Anträge gibt es genug. Der Einsatz und die optimale Ausstattung der Feuerwehr im Land liegen ihm persönlich und auch dem Innenminister und seinem Staatssekretär sowie den Verantwortlichen des Innenministeriums sehr am Herzen. Als Ministerialdirektor werde er in den anstehenden Haushaltsberatungen sein Möglichstes tun, damit die Einnahmen der Feuerschutzsteuer eins zu eins an die Feuerwehren im Land weitergeleitet werden; das letzte Wort haben die Parlamentarier im Landtag von Baden-Württemberg, aber er sei hier guter Dinge, so der Ministerialdirektor abschließend und erntete dabei großen Beifall der Anwesenden.

verabschiedungFür seinen Vortrag gab es als Dank ein Weinpräsent von den Altersfeuerwehren.

In seinem Schlusswort danke Kreisobmann Hans Dettling allen Anwesenden für ihr Kommen. Er freue sich auf Vorschläge aus den Abteilungen für die Ausrichtung des nächsten Kreistreffens in einem Jahr. Ein besonderer Dank ging an die Mitglieder der Alterswehr in Seewald unter der Leitung von Thomas Frey (Besenfeld) und Heinz Seeger (Hochdorf) für die tolle Bewirtung und die aktiven Feuerwehrkameraden aus allen vier Abteilungen der Feuerwehr Seewald zur Unterstützung. Ein Dank ging auch an die Gemeinde Seewald für die zur Verfügungstellung der Seewaldhalle.

 

Jahresausflug der Feuerwehr Besenfeld führte ins Elsass

Der Jahresausflug der Besenfelder Feuerwehr und der Alterskameraden mit Partnerinnen und Partner führte in diesem Jahr ins benachbarte Elsass. Treffpunkt für die Fahrt war das Feuerwehrhaus in Besenfeld, der Bus wurde mit Proviant und Getränken befüllt und schon ging die Fahrt durch das Kinzig- und Elzachtal in Richtung französische Grenze. Nach drei Stunden Fahrt war eine Stadtführung mit Guide in Colmar die erste Station der Feuerwehr Besenfeld. Colmar eine beeindruckende Altstadt mit schönen Sehenswürdigkeiten und interessanten Informationen über die Stadtgeschichte. Das Unterlinden-Museum war ein Besuch wert, es verfügt über eine große Sammlung von Objekten vom Neolithikum bis hin zur Gegenwart, besonders auch von oberrheinischer Sakralkunst vom Mittelalter bis zur Renaissance. Die kleinen Restaurants in Colmar luden zum Verweilen mit Mittagessen ein. Im Anschluss ging es weiter entlang der elsässischen Weinstraße in eine Winzerkellerei zur Weinprobe. Nach dem Abendessen mit einer beeindruckenden Gastfreundschaft wurden die Zimmer bezogen und bis spät in die Nacht gemütlich zusammen gesessen.

anhang3Nach dem Frühstück im Hotel ging es weiter Richtung Lemberg, zum Besuch der Maginot-Linie. Eine imposante Festungsanlage gebaut zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Es ist eine reine Verteidigungsanlage, 4,5 km unterirdische Gänge, der Bestand der Truppe betrug damals ungefähr 600 Männer.

anhang2Die Soldaten konnten drei Monate von der Außenwelt abgeschnitten in der Festungsanlage bleiben. Die Besenfelder waren alle nach der zweistündigen Führung tief beindruckt. Man sah viele ernste und nachdenkliche Gesichter.

Am Nachmittag ging es mit dem Bus weiter nach Straßburg. Dort lernten die Mitglieder der Feuerwehr und Angehörigen die Innenstadt von Straßburg mit den Glasbooten kennen. Die Stadt Straßburg ist eine Stadt, die im Wechsel immer wieder zu Frankreich und zu Deutschland gehörte. Dadurch hat die Stadt eine vielseitige und interessante Architektur erhalten. Auf der Ill fuhren die Teilnehmer über „klein Venedig“ bis zum Europäischen Parlament. Auf dem Rückweg konnten die Besenfelder noch das Münster, eine der großen europäischen Kathedralen bestaunen. Erbaut 1015, der Nordturm ist über 140 m hoch. Ausnahmslos nahmen alle Kameradinnen und Kameraden mit ihren Partnern zum Ausklang am gemeinsamen Abendessen im Hotel Sonnenblick in Besenfeld teil. Für alle Teilnehmer war die zweitägige Fahrt sehr gelungen mit sehr vielen interessanten Eindrücken.

 

Hochzeit von Mark und Petra Schmieder

Bei schönem Wetter gaben sich Feuerwehrkamerad Mark und Petra Schmieder im Rathaus in Besenfeld das Ja-Wort. In Anwesenheit zahlreicher Feuerwehrkameraden, Verwandten und Freunde überbrachte der Stellvertretende Abteilungskommandant Marius Rebstock die Glückwünsche der Feuerwehrabteilung Besenfeld und wünschte dem Paar für die gemeinsame Zukunft alles Gute. Bei der Ankunft des Festplatzes standen die Mitglieder der Besenfelder Feuerwehr Spalier und überreichten nach der Gratulation rote Rosen an das Brautpaar.

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Gratulation durch den Ehrenkommandanten Thomas Frey